Erfahrungsberichte

Temporärarbeit als Sprungbrett: Von Argentinien ins NDS IPS

Temporärarbeit in der Schweiz kann neue berufliche Perspektiven eröffnen und den Grundstein für die persönliche und fachliche Weiterentwicklung legen.

Vom Pflegefachmann in Argentinien zum NDS-Studierenden in Zürich: Lisandros Geschichte zeigt, was möglich ist, wenn Neugier, Durchhaltevermögen und der Wille zur Weiterentwicklung aufeinandertreffen.

Mit viel Eigeninitiative hat er sich seinen Weg über Deutschland bis in die Schweiz erarbeitet und dabei nie aufgehört, den nächsten Schritt anzustreben. Heute absolviert er sein Nachdiplomstudium Intensivpflege. Im Interview mit uns blickt er auf die Erfahrungen, Herausforderungen und Chancen zurück, die seinen Weg geprägt haben:

„Ich habe mir neue Möglichkeiten selbst erarbeitet.“

Meine Reise begann in Argentinien, wo ich meinen Universitätsabschluss in der Pflege gemacht und erste Berufserfahrung in einer Justizvollzugsanstalt gesammelt habe. Schon früh wusste ich, dass ich mich weiterentwickeln und erleben möchte, wie Pflege in anderen Ländern funktioniert.

Deshalb bin ich nach Deutschland gegangen, habe mir die Sprache selbst beigebracht und meinen Weg eigenständig aufgebaut. Später arbeitete ich mehrere Jahre auf der Intensivstation der Charité in Berlin, was mich fachlich und persönlich stark geprägt hat.

Mit dem argentinischen Pass waren meine Möglichkeiten jedoch begrenzt. Erst mit der deutschen Staatsbürgerschaft haben sich neue Türen geöffnet und die Schweiz wurde für mich zu einer realistischen Option.

Mein Plan war damals ganz einfach: für ein paar Monate in die Schweiz kommen und schauen, was passiert.

„Der Weg in die Schweiz verlief nicht direkt wie geplant.“

Der Einstieg lief allerdings zunächst nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich war zuerst bei einer anderen Vermittlungsagentur, aber dort war vieles unklar. Es gab keine konkreten Einsätze und ich hatte das Gefühl, nicht wirklich voranzukommen.

Gerade bei einem Schritt ins Ausland braucht es Verlässlichkeit und klare Rahmenbedingungen.

Über Empfehlungen bin ich dann zu Flexhaus gekommen und habe sofort den Unterschied gespürt. Die Kommunikation war transparent, ich hatte einen festen Ansprechpartner und innerhalb kurzer Zeit einen fixen Einsatz.

Da wusste ich: Jetzt kann ich meinen Plan umsetzen.

Temporärarbeit Pflege Schweiz: Lisandro absolviert heute sein NDS Intensivpflege in Zürich

„Der erste Einsatz war nicht einfach – aber wichtig.“

Mein erster Einsatz in der Schweiz war herausfordernd. Im Team gab es einige Unstimmigkeiten und die Zusammenarbeit war anfangs nicht ganz einfach. Solche Situationen lassen sich im Vorfeld jedoch kaum einschätzen, egal ob in der Schweiz, in Deutschland oder auch in einer Festanstellung.

Für mich war klar, dass ich das anspreche. Ich habe früh das Gespräch mit meinem Account Manager bei Flexhaus und der Leitung vor Ort gesucht. Das hat mir Sicherheit gegeben und geholfen, die Situation richtig einzuordnen.

Nach dem Austausch hat sich die Zusammenarbeit spürbar verbessert und ich habe den Einsatz bewusst zu Ende geführt. Besonders interessant war für mich, dass mir das Spital trotz der anfänglichen Herausforderungen sogar ein Jobangebot gemacht hat.

Was für mich dabei entscheidend war: Ich hatte jederzeit einen Ansprechpartner bei Flexhaus und wusste, dass ich Unterstützung bekomme, wenn etwas nicht passt. Genau diese Sicherheit hat mir geholfen, offen zu bleiben und die Erfahrung als Chance zu sehen.

Ich gebe nicht beim ersten Problem auf, sondern ziehe meine Learnings daraus und gehe weiter. Genau diese Offenheit und Flexibilität gehören aus meiner Sicht auch zur Temporärarbeit dazu.

„Danach hatte ich die Erfahrungen, die ich gesucht habe.“

Nach diesem ersten Einsatz haben sich meine Erfahrungen komplett verändert. Ich hatte tolle Einsätze, lernte unterschiedliche Teams kennen und konnte das Schweizer Gesundheitssystem aus verschiedenen Perspektiven erleben.

Besonders spannend fand ich, dass ich nicht nur im Spital gearbeitet habe, sondern auch in Rehakliniken und auf verschiedenen Normalstationen. In Deutschland war ich zuletzt ausschliesslich im Intensivbereich tätig, auch wenn ich kein Zertifikat in diesem Bereich hatte. In der Schweiz braucht es dafür jedoch ein entsprechendes Weiterbildungsstudium, daher war es hier vorerst nicht möglich.

Meine ersten Einsätze führten mich daher zunächst auf Normalstationen, in Rehakliniken und teilweise auch in den Aufwachraum.

Im Nachhinein war genau das sehr wertvoll. So wurde ich mit dem Schweizerdeutsch vertraut, verstand die Abläufe immer besser und konnte mich Schritt für Schritt im Schweizer Gesundheitssystem orientieren.

Diese Erfahrungen haben mir geholfen, mich fachlich weiterzuentwickeln und langfristig wieder in Richtung meines Wunschfachbereichs zu gehen.

„Die Unterschiede merkt man im Alltag.“

Was mir besonders positiv aufgefallen ist, sind die Arbeitsbedingungen.

In Deutschland war ich nach einem Dienst oft komplett erschöpft. Die Belastung war hoch und die Anzahl der Patientinnen und Patienten entsprechend gross.

In der Schweiz sind die Abläufe strukturierter und die Aufgaben klarer verteilt. Pflegefachpersonen übernehmen mehr Eigenverantwortung, koordinieren Abläufe und gestalten die Betreuung der Patientinnen und Patienten aktiv mit.

Dadurch wächst nicht nur die Verantwortung, sondern auch die Zufriedenheit im Berufsalltag. Gleichzeitig bleibt nach der Arbeit mehr Energie für Sport, Freunde und Freizeit. Ich habe nun endlich wieder mehr Zeit für Sport im Fitnessstudio.

„Die Flexibilität der Temporärarbeit schätze ich am meisten.“

Jeder Einsatz bietet neue Einblicke, neue Teams und die Möglichkeit, sich fachlich weiterzuentwickeln.

Natürlich spielt auch der höhere Lohn eine Rolle. Für mich ist das aber nicht der Hauptgrund, sondern vielmehr ein positiver Nebeneffekt.

Gerade für ausländische Fachkräfte kann dieses Work-and-Travel-Modell sehr attraktiv sein. Viele kommen für einige Monate in die Schweiz, sammeln wertvolle Berufserfahrung, sparen Geld und kehren anschliessend wieder nach Deutschland zurück. Ich habe das selbst erlebt und kenne viele Kolleginnen und Kollegen, die diesen Weg ebenfalls gewählt haben.

Für mich ist es die perfekte Kombination aus Flexibilität, Entwicklung und finanziellen Möglichkeiten.

„Aus einem Plan wurde ein neuer Weg.“

Durch meine Einsätze über Flexhaus konnte ich das Schweizer Gesundheitssystem kennenlernen, wertvolle Erfahrungen sammeln und herausfinden, wie ich mich fachlich weiterentwickeln möchte.

Schon damals war für mich klar, dass ich langfristig im Intensivbereich arbeiten möchte.

Da für die Arbeit auf einer Intensivstation in der Schweiz eine entsprechende Weiterbildung erforderlich ist, habe ich mich bewusst für diesen nächsten Schritt entschieden. Daher absolviere ich momentan mein Nachdiplomstudium in der Intensivpflege in Zürich und wenn ich fertig bin, werde ich irgendwann wieder temporär arbeiten, das steht für mich fest.

Ohne den Einstieg über Flexhaus, hätte ich diesen Schritt wahrscheinlich nicht so schnell machen können.

DANKE Lisandro

Was ursprünglich als Abenteuer begann, einige Monate in der Schweiz zu arbeiten, hat sich für Lisandro zu einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte entwickelt.

Mit viel Mut, Engagement und grossem persönlichem Einsatz hat er seinen Weg konsequent verfolgt. Schritt für Schritt hat er sich weiterentwickelt und einen Meilenstein nach dem anderen erreicht. Umso mehr freut es uns, dass er nun sein Nachdiplomstudium IPS absolvieren kann.

Wir sind stolz darauf, Lisandro ein Stück auf seinem Weg begleitet und unterstützt zu haben. Es ist immer etwas ganz Besonderes zu sehen, wie Menschen ihre Ziele mit so viel Leidenschaft und Durchhaltewillen verwirklichen.

Für sein NDS wünschen wir ihm von Herzen viel Erfolg, spannende Lernmomente und viele bereichernde Erfahrungen. Wir sind überzeugt, dass er auch diesen nächsten Schritt mit Bravour meistern wird.

Und wer weiss: Vielleicht kreuzen sich unsere Wege nach seinem erfolgreichen Studienabschluss wieder. Es würde uns sehr freuen, Lisandro eines Tages erneut als Flexhaus Talent bei uns willkommen zu heissen. 😊

Alles Gute für deinen weiteren Weg, Lisandro. Wir drücken dir die Daumen! 🍀

Ob für ein paar Monate oder langfristig: Die Schweiz bietet Fachkräften im Gesundheitswesen spannende Perspektiven.

Wenn du als Pflegefachperson, Hebamme, OTA oder MTR den nächsten Karriereschritt wagen möchtest, begleiten wir dich auf diesem Weg. Unsere Recruiter beraten dich persönlich und zeigen dir die Möglichkeiten, die zu deinen Zielen passen.

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